Beispiele für überangepasstes Verhalten: Kein gutes Selbstwertgefühl…. Eigene Wünsche und Bedürfnisse unterdrücken…Die Sorge etwas falsch zu machen….. dazugehören wollen….. vorausschauender „Gehorsam“..

Die Liste ist lang, der Druck der betroffenen Personen ist groß. Die Sorge nicht zu genügen ist allgegenwärtig. Je intelligenter eine Person ist, desto ausgeprägter empfindet sie ihre kritischen inneren Anteile, die häufig die Meinung der „anderen“ repräsentieren und vieles in Zweifel ziehen. Aufgrund hoher Sensitivität und fehlender Abgrenzung  bei gleichzeitig vorliegender Fähigkeit vielschichtig wahrzunehmen und differenziert zu denken, fällt es schwer, diese Denkmuster zu durchbrechen.

Zitate:

„In der 3. Klasse fand ich meine erste „beste“ Freundin, wir verstanden uns blind. Ich weiss noch, dass alle sich wunderten, wieso ausgerechnet wir befreundet waren.. wir würden gar nicht zueinander passen, so hieß es (seitens der Lehrer:Innen, Eltern, anderer Kinder) Ich verstand diese Aussage nicht, hatte aber Sorge– wie immer – etwas falsch zu machen. In der 5. Klasse trennten sich unsere Wege, ich kam aufs Gymnasium, sie ging zur Hauptschule. Ich war sehr traurig, dass wir uns nun nicht mehr täglich sehen konnten.“

„In meinen ersten Berufsjahren fiel es mir schwer bei den Kolleg:Innen anzudocken. Sie lebten aus meiner Sicht in einer völlig anderen Welt als ich : andere Interessen, andere Werte, usw. Ich fühlte mich dort sehr einsam. Permanent hatte ich Angst etwas falsch zu machen, ich wollte dazugehören. Also lernte ich mich zu verstellen, bzw. habe mein wahres Ich verborgen. Ich dachte ich bin falsch, ich bin nicht auf die Idee gekommen, dass ich am falschen Ort war.“

Foto von Pixabay.com

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